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"Die Kinder sollen nicht glauben, daß sie nur wegen ihres Paten Erfolg haben, vielmehr sollen sie erkennen, daß sie mit der Hilfe ihres Paten erfolgreich sind und der Erfolg auf eigenem Fleiß und Anstrengungen gegründet ist."

Philippinische Geschäftsleiterin Bebol J. Carreon
 
Die Vision
Engagement mit Herz und Verstand - das Motto, das wir unserem Bacolod Patenkinder Verein vorangestellt haben - ist mehr als ein Schlagwort.

Konkret: Wir wollen auf unserem Weg der anteilnehmenden, mitfühlenden Hilfe weitergehen.

Eine Hilfe, die von unseren Patenkindern nicht als Almosen empfunden wird, sondern als Beitrag zur Selbsthilfe. Eine Hilfe, die die bestehenden wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse nicht auf Ewigkeiten zementiert, sondern Wandel und Veränderung durch Bildung ermöglicht.

Eine Hilfe schließlich, die keine neuen Abhängigkeitsverhältnisse schafft, sondern einen freien und selbstbewußten Dialog in Gang setzt.

Diese grundsätzliche Weichenstellung ist uns gelungen. Wir haben eine Menge erreicht, der Erfolg ist spürbar in unseren Projekten, die wir im Laufe der Jahre durch Ihre Mithilfe realisieren konnten.

Um auch künftig neue Herausforderungen zu meistern, brauchen wir Sie. Durch eine Patenschaft oder die Unterstützung eines unserer Hilfsprojekte ), finanzieren Sie ein Stück konkreter Zukunft für die Kinder.
Die Philippinen (11 Hauptinseln, insgesamt 7107 Inseln, davon ca. 6000 unbewohnt und etwa 4300 namenlos) sind durch kulturelle und ethnische Vielfalt geprägt wie kaum ein anderer Staat.

4 Jahrhunderte lang wurde der Inselstaat im Pazifischen Ozean, der einst spanische und dann amerikanische Kolonie war, durch malaiische, chinesische, arabische, indische, japanische und europäische Vorfahren in gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlicher Hinsicht geformt.
Inzwischen zählt die Bevölkerung über 75 Millionen Einwohner, die sich mehr und mehr emanzipiert und ein demokratisches Bewußtsein entwickelt. Nach Exotik und Erholung suchende Reisende verbinden mit dem Land oft vor allem die tropische Wärme, die traumhaften Sandstrände, die artenreiche Flora und Fauna und die freundlichen und sanftmütigen Menschen, doch sollte man dabei nicht - durch die rosarote Urlauberbrille geblendet - die Mißstände ignorieren, mit denen die Menschen konfrontiert und denen sie auch oft hilflos ausgeliefert sind.
Über 400 Jahre Fremdherrschaft und kunterbunte Kultureinflüsse haben trotz ihrer beeindruckenden Vielfalt auch ihre Schatten auf die Philippinen geworfen - denke man nur an die Nachrichten von der Entführung deutscher Urlauber auf der Insel Jolo durch islamische Rebellen oder die Korruptionsherrschaft der Marcos-Familie oder des ehemaligen Schauspielers Joseph Estrada.

Erst im Januar 2001 wurde Präsident Estrada vor Ablauf seiner Amtszeit gestürzt und durch Gloria Macapagal-Arroyo ersetzt. Damit ist sie nach Corazon Aquino (Amtszeit 1986-1992) das zweite weibliche Staatsoberhaupt der Philippinen. Mit dem Antritt von Gloria Macapagal-Arroyo erhofft sich die Bevölkerung nun wieder einmal den langersehnten Frieden und den Rückgang von Armut und Kriminalität.
Doch nicht nur die politischen Probleme machen dem Land zu schaffen:
Die Philippinen gehören zu den geotektonisch unruhigsten Gebieten der Erde. Ihre exponierte Lage im Pazifischen Ozean sowie viele aktive Vulkane verursachen Erd- und Seebeben; die Monsune, die einerseits verheerende Dürre und andererseits zerstörende Niederschläge nach sich ziehen, sind verantwortlich für Wassernot, Missernten, Flutwellen und Schlammlawinen und bringen Zerstörung und Elend mit sich und bedrohen damit regelmäßig die nationale Wirtschaft. Die philippinische Wirtschaft ist in hohem Maße abhängig vom Klima, denn die Haupteinnahmequelle landwirtschaftliche Erzeugnisse: Neben Reis, Mais, Bananen, Ananas, Zucker und Abacafasern ist die Kokospalme das drittwichtigste Exportprodukt; sie beansprucht ca. 10% der gesamten Bodenfläche und ist Lieferant von getrocknetem Kokosfleisch, Kokosöl und Kokosfasern.

Neben diesen Agrargütern werden viele metallische Bodenschätze auf den Philippinen abgebaut: Gold, Silber, Kupfererz, Zink- und Eisenerz, Mangan, Blei, Quecksilber, Cadmium, Platin. Auch nichtmetallische Mineralien wie Kohle, Phosphat, Marmor, Kalkstein, Feldspat, Schwefel und Meersalz sind wichtige Rohstoffvorkommen. Leider fehlt es noch an Kapital und nationalen Kapazitäten, um diese Güter Gewinn bringend abzubauen.

Beim Export von Handelsgütern der verarbeitenden Industrie stehen elektrotechnische, elektronische und Textilerzeugnisse an oberster Stelle. Auf dem Dienstleistungssektor ist der Tourismus seit den 80er Jahren führend. Dieser Branche wird noch immer das Negativimage des Sextourismus angelastet; diesem soll jedoch durch gesetzliche Sanktionen - durch hohe Bestrafung der Delinquenten - das Handwerk gelegt werden.

Warum wir Ihnen hier die Philippinen so eigehend schildern? Ja, wir wissen, dass dieses Land der 7.000 Inseln so fern von uns liegt. Ja, wir wissen auch, dass es näher um uns herum genügend Krisengebiete gibt, in denen Hilfe mehr als angebracht ist. Und auch wir übersehen nicht, dass selbst in unserem Lande Kinderarmut weiß Gott keine Seltenheit mehr ist. Warum wir uns dennoch weiterhin für die Kinder von Bacolod engagieren? Weil sie Hunger haben. Weil jedes zehnte Kind dort auf der Straße lebt - und die traurige seelenlose Statistik besagt, dass diese Kinder im Durchschnitt nur elf bis zwölf Jahre alt werden. Weil wir jedem Kind einen Beruf ermöglichen wollen, damit es die Chance erhält, seine Existenz aus eigenen Möglichkeiten zu bestreiten.

Und dies ist nicht der letzte Grund für unser Engagement: wir wollen in Bacolod helfen, weil  j e d e s  Kind auf dieser Welt es verdient, dass man ihm ein Überleben gibt.